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Tag der Deutschen Einheit | 3. Oktober

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Tag der Deutschen Einheit

Tag der Deutschen Einheit

Seit 1990 ist der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit ein gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland. Der Tag der Deutschen Einheit erinnert an die Wiedervereinigung Deutschlands.

Bis heute wird der Tag der Deutschen Einheit jedes Jahr in einer anderen Stadt gefeiert. Es findet jedes Jahr ein Staatsakt statt und die Bürger feiern ausgelassen. Der Tag der Deutschen Einheit 2021 soll in Halle an der Saale gefeiert werden. Das 30. Jubiläum des Tag der Deutschen Einheit 2020 fand in Potsdam statt.

Wie kam es zur Wiedervereinigung Deutschlands?

Die Ausgangslage war ein geteiltes Deutschland in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Nach 40 Jahren der Teilung begann 1989 allerdings eine Wende in der Politik und der Bevölkerung. Die verschiedenen wichtigen Ereignisse bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands werden im Folgenden erklärt:

Montagsdemonstrationen

Die Politik der DDR wurde über 40 Jahre von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bestimmt. Viele Bürger demonstrierten jedoch für eine demokratische Neuordnung.

Wie der Name sagt, fanden die Demonstrationen immer montags statt. Dies kam daher, dass jeden Montag traditionell in der Nikolaikirche in Leipzig gebetet wurde. Anschließend fanden seit August 1989 Demonstrationen gegen das politische System mit einer zunehmenden Anzahl an Demonstranten statt. Aus dieser Zeit stammt auch der Ruf „Wir sind das Volk“ bzw. „Wir sind ein Volk“. Die Menschen demonstrierten unter anderem für ihre Reise- und Versammlungsfreiheit. Auch in anderen Städten der DDR fanden im Herbst 1989 diese Demonstrationen statt. Alle hatten ein gemeinsames Ziel: Eine friedliche, demokratische Neuordnung und das Ende der Macht der SED.

Mauerfall Berlin

Die Berliner Mauer trennte seit 1961 West-Berlin und die DDR voneinander.

Am 8. November 1989 wurde ein neues Reisegesetz ausgearbeitet und im Zentralkomitee der SED verlesen. Während der Pressekonferenz am 9. November sahen viele DDR-Bürger erstaunt im Fernsehen, dass von nun an Reisen in die ganze Welt für jeden möglich sind. Schon eine Stunde nach der Konferenz versammelten sich viele Menschen am Grenzübergang Bornholmer Straße. Noch waren die Grenzen ohne gültiges Visum geschlossen. Nachdem jedoch die Menschenmassen vor den Toren immer größer wurden, wurden die Tore geöffnet und die ersten DDR-Bürger übertraten die Grenze. Damit fand am 9. November 1989 der Mauerfall in Berlin statt.

Mauerfall Berlin

Volkskammerwahlen

Ein bedeutender Schritt waren die Volkskammerwahlen vom 18. März 1990. Zum ersten Mal hatten 12 Millionen Wahlberechtigte die Wahl zwischen 19 verschiedenen Parteien. 48 % der Stimmen erhielten die Parteien der Allianz für Deutschland – darunter die CDU. Dieses Wahlergebnis sprach für den Wunsch der Bürger nach einer Wiedervereinigung und einer Abkehr vom Sozialismus.

Nachdem die Siegermächte des 2. Weltkriegs (USA, Großbritannien, Frankreich, Sowjetunion) der Wiedervereinigung zustimmten, konnte am 18. Mai 1990 der Vertrag über die Schaffung einer Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik und der DDR unterzeichnet werden. Abschließend konnte am 16. Juli 1990 eine Einigung darüber erzielt werden, dass Deutschland seine volle Souveränität erhält. Auch in die NATO wurde das vereinte Deutschland aufgenommen. Somit stand der deutschen Einheit nichts mehr im Wege.

Einigungsvertrag

Am 31. August 1990 unterzeichneten Innenminister Wolfgang Schäuble und der DDR-Staatssekretär Günther Krause den „Vertrag zwischen der DDR und der BRD über die Herstellung der Einheit Deutschlands“. Dieser ist auch als Einigungsvertrag bekannt. In diesem Vertrag sind die Regeln zur Auflösung der DDR und deren Beitritt zur BRD niedergeschrieben.

In dem Einigungsvertrag wurden zum Beispiel Änderungen des Grundgesetzes und auch die Rechtsangleichung und die Verwaltung des öffentlichen Vermögen